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Ries:innen
AllgemeinRies:innen sind eine der ältesten Rassen überhaupt und sollen den Sagen und Mythen nach, einst gefallene Gött:innen gewesen sein. Aus ihrem Himmelreich verstoßen kamen sie auf die Erde und lebten unter sich, fern ab von anderen Zivilisationen, die sich da zu ihren Füßen entwickelt hatten. Ihrer göttlichen Fähigkeiten beraubt waren Ries:innen dem Leben auf der Erde nicht mehr erhaben und vergaßen schnell, wer sie einst waren und wurden zu recht einfachen Kreaturen. Ries:innen sind aufgrund ihrer überdimensionalen, großen Gestalt sehr auffällig und kaum zu übersehen. Sie können bis zu 15 Meter groß werden und sind allein deshalb beeindruckende, wenn nicht sogar beängstigende Erscheinungen mit überwältigender körperlicher Stärke. Ries:innen haben heute nichts Erhabenes oder Göttliches mehr an sich, selbst sie halten ihre Abstammung für nicht mehr, als leere Worte und Erzählungen. Sie sind eine der letzten Rassen die sich aus ihrer abgekapselten Gesellschaft in jene der Menschen und andere Fabel begeben haben. Durch die massive Ausbreitung der Menschen, ihrer Infrastruktur und Technik jedoch werden zahlreiche Ries:innen in die Anpassung gezwungen, denn Ries:innen können ihre Gestalt schrumpfen, dass sie zwar weiterhin oft sehr große Menschen sind, aber eben als solche durchgehen. Ries:innen gelten als vergleichsweise einfach in ihrem Wesen und nur selten finden sie ihren Weg in der für sie ungewohnten, kleinen Welt. Kaum ein:e Ries:in hat jemals eine Universität besucht und noch weniger von ihnen bekleiden einflussreiche Positionen in Wirtschaft oder Politik. Man sagt Ries:innen ein genügsames, humorvolles Wesen nach und doch sind jene Erzählungen und Geschichten von wütenden Titan:innen, die Menschen fressen und ganze Städte zerstören, sie niedertrampeln und alle Bewohner:innen zerquetschen, nicht an den Haaren herbeigezogen. Ries:innen können manchmal sehr unkontrolliert sein, lieber Fäuste als Worte für sich sprechen lassen und scheinen sich mit der demokratischen Kultur der Menschen schwer zu tun, immerhin gilt unter Ihresgleichen oft einfach nur das Recht des körperlich Stärkeren. Ries:innen lieben den Kampf. Sie lieben gute Raufereien und handfeste Argumente und genau das lässt sie oft umso plumper und einfältiger wirken. Sie haben einen vergleichsweise schlechten Ruf und oft macht ihre übergroße Gestalt anderen Fabel und Menschen Angst, immerhin lässt sich kaum einschätzen, wie gewaltbereit eine so unberechenbare Macht und Stärke wohl ist, die einem Ries:innen innewohnt. Hierarchien der RasseRies:innen leben meistens in ihren Familien zusammen und weil sie sich schwer mit Wandel und Anpassung tun, gilt auch bis heute bei ihnen ein sehr konservatives Hierarchiegeflecht. Es gibt zumeist ein Familienoberhaupt, welches das Sagen hat und wer damit nicht einverstanden ist, darf sich gerne in einem Faustkampf behaupten, dann hat meistens der:diejenige Recht, der:die am Ende noch steht oder nicht aufgegeben hat. Aber längst nicht alle Ries:innen leben in engen, liebevollen Familienverbänden. Jede Familie ist sehr unterschiedlich und weist individuelle Strukturen auf, sodass es in manchen sogar zur Verbannung/zum Ausstoß kommen kann und wieder andere Familien zeichnen sich durch ein recht distanziertes Verhältnis aus. Unter den verschiedenen Unterarten der Ries:innen gibt es ebenfalls keine hierarchischen Unterschiede. Unterscheidungen innerhalb der RasseEs gibt vier verschiedene Arten von Ries:innen, die ganz zufällig geboren werden: Bergries:innen, Wasserries:innen, Frostries:innen und Feuerries:innen. Bekommen ein:e Feuer- und ein:e Wasserries:in zusammen ein Kind, kann dieses Kind auch ein:e Frost- oder Bergries:in sein, die Chancen hierfür scheinen keiner logischen Komponente zu unterliegen und wirken eher willkürlich. Bergries:innen sind sehr naturverbunden und robust. Sie neigen dazu, einen ziemlichen Dickschädel zu haben und gelten als widerstandsfähig, besonders stark und stur. In ihrer Ries:innenform können sie mit Hilfe ihrer Magie und vereinten Kräften sogar Berge aus dem Boden stampfen oder Krater entstehen lassen. Für sich alleine ist ihre Erdmagie jedoch recht unausgeprägt. Wasserries:innen sind hilfsbereit und flexibel. Sie mögen graue Regentage, lieben es, zu schwimmen und reden vergleichsweise viel. In ihrer liebsten Umgebung sind sie im Vorteil und können sogar mit Hilfe ihrer Magie bis zu zehn Minuten die Luft anhalten. In ihrer Ries:innengestalt wirken sie weniger brachial und breit, als ihre Verwandten, haben sogar zierliche Züge und können sich am besten unter Menschen tarnen. Frostries:innen sind eher Einzelgänger:innen. Sie wirken emotional abweisend und haben oft Probleme damit, ihre Gefühle auszudrücken, was sie griesgrämig wirken lässt, aber das stimmt gar nicht immer. In kalten Regionen fühlen sie sich natürlich wohl, entsprechend schwer fällt es ihnen, in Kalifornien zurechtzukommen. Und doch sind Frostries:innen Meister:innen darin, Getränke zu kühlen, weil ihre Magie ihnen sogar in Menschengestalt erlaubt, eisige Kälte auszustrahlen – wortwörtlich. Erfrieren können sie damit aber niemanden. Feuerries:innen gelten als lebensfroh, temperamentvoll und aufbrausend. Ihre Energie ist beinahe belastend, es scheint, als würden sie keine Ruhe finden. Feuerries:innen haben einen enormen Tatendrang und können viel erreichen. Sie lieben die Hitze und genießen heiße Sommer, darüber hinaus schützt ihre Magie sie vor Verbrennungen durch Feuer. Erhitzen können sie mittels ihrer Magie jedoch nichts. Erscheinungsbild/VerwandlungRies:innen sehen aus wie normale Menschen, nur eben größer. Zwischen zehn und 15 Meter sind sie groß und tauchen so in der Regel nicht in besiedelten Gegenden auf. Ries:innen können oft (außer Wasserries:innen) sehr grimmig und finster wirken und setzen häufig unbeabsichtigt einen sehr stierenden, zornigen Blick auf, der sogar hartgesottenen Menschen Angst einjagen kann. Auch in ihrer kleinen, menschlichen Gestalt sind Ries:innen häufig größer, als der Durchschnitt. Kleinere Ries:innen in Menschengestalt sind um die 1,80m groß, größere knacken auch sehr schnell die 2-Meter-Marke. Die Verwandlung eines:einer Ries:in kann absichtlich passieren oder durch besonders intensive Emotionen ausgelöst werden, am häufigsten kommt dies bei Wut oder großer Angst vor, wo der Reflex zum Selbstschutz die Verwandlung ins Rollen bringt. Ein:e Ries:in kann lernen, seine:ihre Verwandlung zu steuern und sich auf drei Meter wachsen lassen, um dann wieder zu schrumpfen, das kostet aber wirklich viel Energie und Konzentration. Gerade deshalb sagt man, dass Ries:innen am Tag nicht mehr, als eine komplette Verwandlung, also von ganz klein zu ganz groß und wieder zurück, vollziehen können. Die Dauer der Verwandlung bewegt sich zwischen wenigen Minuten (insbesondere bei kleinen Etappenverwandlungen oder aber auch impulsiven Komplettwandlungen) und einer halben Stunde. Schmerzen empfinden Ries:innen beim Wachsen oder Schrumpfen eigentlich keine. FortpflanzungAls Ries:in wird man geboren. Es gibt keine Halbries:innen oder die Möglichkeit, irgendwie zu einem gewandelt zu werden. Sind beide Elternteile Ries:innen, wird das Kind ebenfalls einer, ist eines der Elternteile ein Mensch, wird das Kind ebenfalls ein Mensch, ist ein Elternteil ein anderes Fabel, dominiert (je nach Beschreibung der anderen Rasse) in der Regel das andere Fabel. Lebenserwartung & TodRies:innen können theoretisch sehr alt werden und altern äußerlich stark verlangsamt. Obwohl Ries:innen theoretisch bis zu 1000 Jahre alt werden können, sterben viele von ihnen schon früher, weil sie zum Beispiel in Stromleitungen laufen oder sich im Kampf gegenseitig zu schwer verletzen. Da sie keine übermenschliche Selbstheilung besitzen, sterben sie genauso, wie Menschen auch – nur sind sie in ihrer Ries:innenform natürlich viel schwerer zu verletzen, immerhin ist ihre Haut dann viel dicker und widerstandsfähiger. Stärken & Schwächen+ sind in ihrer Ries:innenform beängstigend stark und robust + sind auch in ihrer Menschengestalt übermenschlich stark + können je nach Unterart ein wenig Magie wirken + haben ein hervorragendes Gedächtnis - gelten gemeinhin als eher einfache Wesen - haben Probleme, sich an neue Situationen anzupassen und brauchen viel Zeit dafür - müssen unmenschlich viel Essen und haben fast immer Hunger - sind in ihrer Ries:innenform extrem auffällig - können ihre beängstigende Stärke nicht immer kontrollieren Wusstest du schon, dass Riesen...…in der übermenschlichen Welt keinen allzu guten Ruf genießen? …in Wahrheit gar keine Menschen fressen, wie in Film und Fernsehen gerne dargestellt? …von Fabel mit guten Ohren oft an ihrem schier ununterbrochenen Magenknurren entlarvt werden? …in ihrer Menschengestalt so groß sind, dass viele von ihnen inzwischen deshalb irgendwie bekannt werden? …einige Filmrollen von Vertreter:innen ihrer Art bekleidet wurden, wie zum Beispiel Hulk? …in der Regel durch ihre Verwandlung ihre Kleidung mit sich wachsen/schrumpfen lassen können – es aber auch schon aus Versehen passierte, dass plötzlich ein:e zwölf Meter Ries:in nackt auf dem Sportplatz stand? …Kleidung/Accessoires, die mit einem Ries:innen wachsen sofort wieder schrumpfen, wenn er sie in seiner Ries:innenform ablegt? Er kann also nicht aus einem winzigen Goldring einen mehrere Kilo schweren Goldbarren zaubern. |
