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Shangri
AllgemeinDie Erzählungen über die Entstehung der Shangri sind vielfältig und zahlreich. Eine von ihnen jedoch setzte sich über die Jahrhunderte hinweg am häufigsten durch: Es gab einst ein Dorf namens Shangarov, in welchem die Menschen sehr naturverbunden und spirituell waren. Gaben wurden auf Altären platziert und die Göttin des Dorfes mit viel Hingabe und Inbrunst angebetet, am liebsten hatte sie dabei Edelsteine von hohem Wert. Als sich schließlich ein Erdbeben anbahnte, beteten die Menschen um Hilfe und gütig, wie ihre Göttin war, schenkte sie einem auserwählten Menschen die Gabe der Erde. Einige Jahre später blieben die Ernten aus, weil es nicht mehr geregnet hatte und so flehten die Menschen erneut um die Gnade ihrer Göttin. Selbiger Mensch erhielt die Gabe des Wassers und später folgen noch fünf weitere Gaben. So entstand die erste Shangri-Mutter, die in den nächsten Jahrhunderten über das Dorf wachte und es vor den Katastrophen der Natur schützte. Ein Shangri ist jemand, dessen Seele mit einem bestimmten Element und recht häufig auch mit einer anderen Person verbunden ist. Shangri können auf folgende Elemente spezialisiert sein: Dunkelheit, Licht, Feuer, Wasser, Luft, Erde und Elektro. Je nach Element haben sie entsprechende Fähigkeiten, die in der Regel durch fortschreitendes Alter und Übung verbessert werden. Hierarchien der RasseDurch die Verwandlung in einen Shangri kann es zu einer Abhängigkeit/Verbindung zwischen Shangri und Ritualpartner:in kommen. Ansonsten gibt es kein spezielles Element, das von Grund auf stärker ist, als ein anderes und auch keine Rudelstrukturen bei Shangri. In Los Angeles haben sowohl die Mitglieder:innen des Hexenzirkel Campbell, als auch Balthasar Black ein stetes Interesse daran, eine bestimmte Shangri-Mutter in ihren Besitz zu bringen. Beide haben schon einige Shangri dieser Mutter in ihre Dienste gebracht und rivalisieren bereits seit Jahrhunderten. Unterscheidungen innerhalb der RasseDie Shangri sind sehr eng mit ihrem Element verbunden und genießen auch entsprechende Vorteile. Ein Erd-Shangri ist demnach umgeben von Natur stärker, als auf einem betonierten Parkplatz, ein Wasser-Shangri ist wendig und geschickt im Wasser und ein Feuer-Shangri blüht bei 40 Grad im Schatten so richtig auf. Allgemein machen sich die Shangri ihr Element zu nutzen, indem sie es zu ihren Gunsten manipulieren. Sie können es verformen und in gewissem Maße bewegen und beeinflussen. Dennoch handelt es sich hierbei nicht um überdimensionale Ausmaße, kein Shangri kann einen Tornado hervorrufen oder einen taghellen Raum in absolute Dunkelheit stürzen. Viel eher könnte ein Dunkelheit-Shangri (oft auch Nacht- oder Schatten-Shangri genannt) in einem halbdunklen Raum auch die letzte Lichtquelle mit Schatten bedecken, sofern er ein gewisses Maß an Konzentration aufrecht erhalten kann. Ein Luft-Shangri kann nicht davonfliegen, würde aber gewiss jeden Sturz durch geschicktes Auflösen in Luft mindern können. All die Fähigkeiten der Shangri sind sehr vielfältig und ganz individuell mal mehr und mal weniger gut ausgeprägt. Allgemein können sie den Shangri dabei helfen, ihren Alltag besser zu gestalten und Hindernisse aus dem Weg zu räumen, wobei ein Shangri jedoch clever wählen sollte, wie er sein Leben gestaltet, um es möglichst leicht zu haben. Als gestandener Nachtmensch sollte man sich wohl am wenigsten dazu entscheiden, ein Licht-Shangri zu werden, ein Feuerwehrmann sollte nicht zum Wasser-Shangri werden und ein Elektro-Shangri lässt das mit dem Bademeister besser bleiben... Erscheinungsbild/VerwandlungEigentlich hat ein Shangri keine klassische zweite Gestalt, wie es bei vielen Wandler:innen der Fall ist, dennoch können sie schon recht früh (und das auch oft unkontrolliert) ihren Körper mit ihrem Element verbinden. Es kam schon das eine oder andere Mal vor, dass sich ein Luft-Shangri wortwörtlich in Luft auflöste, was durchaus hin und wieder Beteiligte in Erklärungsnot brachte. FortpflanzungEin Shangri wird niemals als solcher geboren, sondern stets verwandelt und zwar von einer Mutter. Eine Shangri-Mutter hat keinen menschlichen Körper, sondern lebt in einem Gegenstand, wie zum Beispiel einem Stein, einer Puppe oder einem Buch. Weil sie selbst nicht besonders mobil ist, ist sie darauf angewiesen, dass willige Menschen zu ihr kommen, um in einen Shangri verwandelt zu werden, ebenso versuchen Shangri selbst oft, anderen Menschen das Ritual schmackhaft zu machen, damit die Shangri-Mutter überlebt. Shangri-Mütter ernähren sich nämlich von Nahtoderfahrungen, die auf den Seelen von Menschen oder Fabeln eine Narbe hinterlassen haben. Während eines Wandlungsrituals benötigt sie also immer zweierlei Dinge:
2. Eine:n Ritualpartner:in, welche:r durch eine bereits erlittene (und nicht für das Ritual absichtlich herbeigeführte) Nahtoderfahrung Nahrung und Energie anbietet. Wie so oft funktioniert das Ritual schließlich über Berührung: Beide Ritualpartner:innen berühren den Gegenstand, in welchem die Mutter lebt und diese wirkt daraufhin ihre Magie. Übrigens: Shangri-Mütter lieben Edelsteine und sind damit leicht bestechlich. Während des Rituals nehmen sie den Edelstein in sich auf und schenken einem im Tausch dafür das Element, welches zu dem Stein gehört. Die Stein-Element-Kombinationen lauten wie folgt: Dunkelheit = schwarzer Opal Licht = Alexandrit Feuer = Rubin Wasser = Saphir Luft = Diamant Erde = Jadeit Elektro = Benitoid Ohne die Bestechung entscheidet die Shangri-Mutter anhand der gefressenen Nahtoderfahrung, welches Element sie ihrem neuen Kind zuspricht. Nahtoderfahrungen haben häufig bestimmte Trigger, welche die Umstände des beinahe-Todes hervorgerufen und/oder beeinflusst haben und an diesen orientiert sie sich. Durch das Ritual kommt es recht häufig zu einer Verbindung zwischen neuem Shangri und dem:der Ritualpartner:in. Diese Verbindung ist eine eher weniger gewollte Nebenwirkung, welche die Seelen beider Partner:innen miteinander verbindet. Bei besonders intensiven Nahtoderfahrungen kommt dies häufiger vor und führt dazu, dass es einem frisch gebackenen Shangri schwer fallen kann, zu dem:der Partner:in Nein zu sagen. Manchmal ist das kaum ausgeprägt, manchmal gar nicht und manchmal so sehr, dass ein Shangri z.B. schreckliche Bauchschmerzen bekommt, wenn er:sie einem Wunsch der:des Ritualpartner:in nicht entspricht. Lebenserwartung & TodShangri können bis zu 500 Jahre alt werden, nachdem sie verwandelt wurden, altern sie nur noch sehr langsam weiter, bis sie irgendwann dem hohen Alter doch zum Opfer fallen. Durch ihre starke Selbstheilungsfähigkeit können sie zahlreiche Verletzungen überstehen, sterben jedoch auch, wenn die Wunden zu stark sind, um noch zu heilen, bzw. wenn der Blutverlust zu groß ist. Stärken & Schwächen+ leiden nicht mehr unter physischen Krankheiten + erhöhte Körperkraft + zusätzlich gesteigerte Fähigkeiten und Reflexe in ihrem Element + erhöhte Lebensdauer von bis zu 500 Jahren + Elementmanipulation - Unwohlsein im gegenteiligen Element - können evtl. in eine Abhängigkeit zum:zur Ritualpartner:in geraten - hören in ihren Gedanken die Stimme ihrer Mutter manchmal (insbesondere, wenn sie Hunger hat) - haben besonders die ersten Monate nach der Verwandlung Probleme, ihre neuen Fähigkeiten zu kontrollieren - müssen sich auf das Anwenden ihrer Fähigkeiten konzentrieren Wusstest du schon, dass Shangri...…sich oft als Geschwister ansehen, wenn sie von derselben Mutter erschaffen wurden? …Ritualpartner:innen oft ebenfalls als Teil der Familie betrachtet werden? …ihre Rasse weiter verbreiten und zugleich den Hunger ihrer Mutter stillen wollen? …dazu neigen, Edelsteine zu sammeln? …nicht mehr, als ein Element beherrschen können? Das klappt auch dann nicht, wenn man die Mutter mit mehreren Steinen zu bestechen versucht. … es weltweit etwa 50 Shangri-Mütter gibt? … Shangri sterben können, wenn ihre Mutter stirbt? (Eine Mutter stirbt, wenn der Gegenstand, in welchem sie lebt, verbrannt wird.) … Shangri-Mütter über das Ritual und ihren Hunger hinaus keine guten Gesprächspartner:innen sind? … es in der Vergangenheit immer wieder vorkam, dass Besitzer:innen von Shangri-Müttern sich versucht haben, ganze Gefolgschaften aus Shangri zu erschaffen? |
